Auswahl lohnender Gipfel in den Chiemgauer Alpen
| Gipfel | Gipfelhöhe | Bemerkungen, Einkehr |
|---|---|---|
| Sonntagshorn | 1961 m | höchster Gipfel des Chiemgau, Grenze zu Österreich |
| Zwiesel | 1782 m | Zwieselalm, meist nur am Wochenende bewirtschaftet |
| Dürrnbachhorn | 1776 m | Sessellift im Winter von Winkelmoosalm |
| Hochstaufen | 1771 m | Reichenhaller Haus, 1750 m, Übernachtung, DAV |
| Hochgern | 1744 m | Hochgernhaus, auch im Winter, Übernachtung |
| Hochfelln | 1671 m | Seilbahn, Gaststätte, im Winter Schibetrieb |
| Hörndlwand | 1664 m | Gasthaus Seehaus am Startpunkt der Tour |
| Rauschberg | 1645 m | Seilbahn, Gaststätte, im Winter Schibetrieb |
| Zinnkopf | 1228 m | Blick ins Alpenvorland |
| Geigelstein | 1808 m | Seilbahn Wuhrsteinalm, im Winter Schibetrieb |
Bergtour: Kammüberschreitung Gamsknogl - Hochstaufen
Startpunkt: Inzell / Einsiedl-Kirche St. Nikolaus
Von hier Markierung 23 dann 204/232 zur Kohler-Alm (1450 m). Ein herrlicher Frühstücksplatz mit Wasser und Blick zu den Berchtesgadener Alpen. Aber für unsere große Tour ist es leider noch zu früh für eine ausgiebige Rast. Weiter führt uns der Weg zum Gamsknogl (1751 m). Jetzt wird es alpin. Ein schöner Gratweg leitet uns zum Gipfel des Zwiesels (1782 m). An ausgesetzten Stellen ist ein Sicherungsseil angebracht. Eine Abstiegsmöglichkeit führt auf der Nordseite (Nr.24) in Richtung Adlgas. Bei Schnee ist dieser Abstieg nicht zu empfehlen. Kurz unterhalb des Zwiesels wird ein weiterer Gipfel erreicht, der Zennokopf (1756 m). Hier können wir unsere weitere Tour bis zum Hochstaufen einsehen. Der Gipfel des Hochstaufen scheint noch in weiter Ferne zu liegen. Ein Wegweiser zeigt uns den weiteren Weg. Bis hier haben wir 3 Stunden gebraucht. Der Weiterweg ist für Ungeübte nicht zu empfehlen (Schwierigkeit teilweise etwa I ). Es gibt die Möglichkeit, wieder etwas zurückzugehen und den oben beschriebenen Abstieg zu benutzen oder man steigt über die Zwieselalm nach Jochberg ab. Dann besteht aber das Problem darin, wieder zum Ausgangspunkt zurückzukommen.

Blick zum Zwiesel
Hochstaufen
Der Bergsteig führt nun abwärts über steiles Schrofengelände zur Roßkarscharte. Einige Felstürme werden dabei umgangen, bevor man den Mittelstaufen (1615 m) besteigt. Durch ein Drahtseil gesichert geht es hinab in die Scharte zwischen Mittelstaufen und Hochstaufen. Hier mündet von Süden der Weg über die Bartlmahd ein. Von hier aus erreicht man dann leicht das Reichenhaller Haus. Nachdem wir das verdiente Radler bei einer schönen Aussicht genossen haben, stehen wir einige Minuten später am Gipfelkreuz des Hochstaufen (1771 m).
Abstiegsvarianten:
1) Die Kammtour kann vervollständigt werden, indem man über den Steinernen Jäger (leichter Klettersteig) nach Osten am Fuderheustein vorbei zur Staufenbrücke absteigt (3 Stunden).
2) Über den Steinernen Jäger, dann nach Süden zur Padingeralm (3 Stunden).
3) Nordseitiger Abstieg, wobei einige Stellen gesichert sind, am Frillensee vorbei zum Ausgangspunkt (ca 3,5 Stunden).
Dies ist wohl im Chiemgau die längste Kammüberschreitung. Bei der Gesamtüberschreitung kann man ohne Pausen gut 10 Stunden einplanen. Daher sind Ausdauer und Bergerfahrung Voraussetung, diese schöne aber auch anstrengende Tour zu unternehmen. Auch im Winter ist diese Unternehmung sehr reizvoll. Aber ohne Biwak ist es wohl nicht zu schaffen. Aber man kann es auch in zwei eigenständige Etappen aufteilen.
Etappe 1: Jochberg-Kohleralm-Gamsknogl-Zwiesel-Jochberg
Etappe 2: Padingeralm-Steinerner Jäger-Hochstaufen-Bartlmahd-Padingeralm
Bei beiden Etappen wird das Wegstück zwischen Zennokopf und Scharte zwischen Mittelstaufen und Hochstaufen nicht begangen.
Bei einer Winterbegehung gehört natürlich die entsprechende Ausrüstung wie Pickel, Steigeisen und evt. Seil dazu. Natürlich müssen auch vom Wetter die Voraussetzungen gegeben sein und die Lawinengefahr muß beachtet werden. Es bilden sich teilweise auch Wächten am Grat.
Viel Spaß und Erfolg bei dieser Überschreitung wünscht Euch Klaus
Literatur:
Alpenvereinsführer "Chiemgauer Alpen", Bergverlag Rudolf Rother München
Für Bergfreunde, die höher hinaus wollen:
Hier eine Beschreibung für die Besteigung der Weissmies in den Walliser Alpen.
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