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Mein Name ist Klaus. Ich wohne in Siegsdorf in Oberbayern. Siegsdorf liegt im Chiemgau in den bayrischen Voralpen. Von Beruf bin ich Elektroniker und habe mich auf dem Gebiet PC-Technik/Netzwerktechnik weitergebildet.
Es gibt zwar schon einige WWW-Seiten über die Alpen, aber vielleicht kann ich doch noch einige interessante Berichte bringen. Es müssen ja nicht immer die ganz großen Berge sein. 

Auswahl lohnender Gipfel in den Chiemgauer Alpen

Gipfel Gipfelhöhe Bemerkungen, Einkehr
Sonntagshorn 1961 m höchster Gipfel des Chiemgau, Grenze zu Österreich
Zwiesel 1782 m Zwieselalm, meist nur am Wochenende bewirtschaftet
Dürrnbachhorn 1776 m Sessellift im Winter von Winkelmoosalm
Hochstaufen 1771 m Reichenhaller Haus, 1750 m, Übernachtung, DAV 
Hochgern 1744 m Hochgernhaus, auch im Winter, Übernachtung
Hochfelln 1671 m Seilbahn, Gaststätte, im Winter Schibetrieb
Hörndlwand 1664 m Gasthaus Seehaus am Startpunkt der Tour
Rauschberg 1645 m Seilbahn, Gaststätte, im Winter Schibetrieb
Zinnkopf 1228 m Blick ins Alpenvorland
Geigelstein 1808 m Seilbahn Wuhrsteinalm, im Winter Schibetrieb

Bergtour: Kammüberschreitung Gamsknogl - Hochstaufen

Startpunkt: Inzell / Einsiedl-Kirche St. Nikolaus
Von hier Markierung 23 dann 204/232 zur Kohler-Alm (1450 m). Ein herrlicher Frühstücksplatz mit Wasser und Blick zu den Berchtesgadener Alpen. Aber für unsere große Tour ist es leider noch zu früh für eine ausgiebige Rast. Weiter führt uns der Weg zum Gamsknogl (1751 m). Jetzt wird es alpin. Ein schöner Gratweg leitet uns zum Gipfel des Zwiesels (1782 m). An ausgesetzten Stellen ist ein Sicherungsseil angebracht. Eine Abstiegsmöglichkeit führt auf der Nordseite (Nr.24) in Richtung Adlgas. Bei Schnee ist dieser Abstieg nicht zu empfehlen. Kurz unterhalb des Zwiesels wird ein weiterer Gipfel erreicht, der Zennokopf (1756 m). Hier können wir unsere weitere Tour bis zum Hochstaufen einsehen. Der Gipfel des Hochstaufen scheint noch in weiter Ferne zu liegen. Ein Wegweiser zeigt uns den weiteren Weg. Bis hier haben wir 3 Stunden gebraucht. Der Weiterweg ist für Ungeübte nicht zu empfehlen (Schwierigkeit teilweise etwa I ). Es gibt die Möglichkeit, wieder etwas zurückzugehen und den oben beschriebenen Abstieg zu benutzen oder man steigt über die Zwieselalm nach Jochberg ab. Dann besteht aber das Problem darin, wieder zum Ausgangspunkt zurückzukommen.

Zwiesel Hochstaufen
















Blick zum Zwiesel

Hochstaufen

Der Bergsteig führt nun abwärts über steiles Schrofengelände zur Roßkarscharte. Einige Felstürme werden dabei umgangen, bevor man den Mittelstaufen (1615 m) besteigt. Durch ein Drahtseil gesichert geht es hinab in die Scharte zwischen Mittelstaufen und Hochstaufen. Hier mündet von Süden der Weg über die Bartlmahd ein. Von hier aus erreicht man dann leicht das Reichenhaller Haus. Nachdem wir das verdiente Radler bei einer schönen Aussicht genossen haben, stehen wir einige Minuten später am Gipfelkreuz des Hochstaufen (1771 m).

Abstiegsvarianten:

1) Die Kammtour kann vervollständigt werden, indem man über den Steinernen Jäger (leichter Klettersteig) nach Osten am  Fuderheustein vorbei zur Staufenbrücke absteigt (3 Stunden).
2) Über den Steinernen Jäger, dann nach Süden zur Padingeralm (3 Stunden).

3) Nordseitiger Abstieg, wobei einige Stellen gesichert sind, am Frillensee vorbei zum Ausgangspunkt (ca 3,5 Stunden).
Dies ist wohl im Chiemgau die längste Kammüberschreitung. Bei der Gesamtüberschreitung kann man ohne Pausen gut 10 Stunden einplanen. Daher sind Ausdauer und Bergerfahrung Voraussetung, diese schöne aber auch anstrengende Tour zu unternehmen. Auch im Winter ist diese Unternehmung sehr reizvoll. Aber ohne Biwak ist es wohl nicht zu schaffen. Aber man kann es auch in zwei eigenständige Etappen aufteilen.
Etappe 1: Jochberg-Kohleralm-Gamsknogl-Zwiesel-Jochberg
Etappe 2: Padingeralm-Steinerner Jäger-Hochstaufen-Bartlmahd-Padingeralm

Bei beiden Etappen wird das Wegstück zwischen Zennokopf und Scharte zwischen Mittelstaufen und Hochstaufen nicht begangen.
Bei einer Winterbegehung gehört natürlich die entsprechende Ausrüstung wie Pickel, Steigeisen und evt. Seil dazu. Natürlich müssen auch vom Wetter die Voraussetzungen gegeben sein und die Lawinengefahr muß beachtet werden. Es bilden sich teilweise auch Wächten am Grat.

Viel Spaß und Erfolg bei dieser Überschreitung wünscht Euch Klaus

Literatur:
Alpenvereinsführer "Chiemgauer Alpen", Bergverlag Rudolf Rother München

Für Bergfreunde, die höher hinaus wollen:

Pfeil Hier eine Beschreibung für die Besteigung der Weissmies in den Walliser Alpen.


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